Themen
„Sind die moralischen Sachen immer die, die keinen Spaß machen?
Will uns die Moral den Spaß am Leben nehmen?“
Wer kennt nicht die altbackenen Moralapostel, die Gespräche über moralische Fragen nur mit erhobenem Zeigefinger führen können? Und hat nicht das Reden über Moral immer etwas Belehrendes gehabt? Will der Ethik-Unterricht, indem er von Moral handelt, uns den Spaß am Leben nehmen?
Das ist sicherlich nicht die Idee, die hinter der Einführung des Faches Ethik an den Berliner Schulen als Pflichtfach steht. Aber welchen Grundgedanken verfolgt der Ethikunterricht dann?
Der Ethikunterricht beschäftigt sich u.a. mit dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält, wie wir trotz unterschiedlicher Stärken und Schwächen, unterschiedlicher Erziehung und Herkunft uns verständigen können über Fragen z.B. des Glücks und des Zusammenlebens mit anderen. Dabei will der Ethikunterricht ausgehen von den persönlichen Erfahrungen, freudigen Erlebnissen wie auch Enttäuschungen.
Als Arbeitsgrundlage in der Doppeljahrgangsstufe 7/8 dient das Lehrbuch „Abenteuer Ethik, Berlin, Bd. 1, C.C.Buchner-Verlag Bamberg. Als Themenfelder stehen im Vordergrund:
Der Ethikunterricht versteht sich als Fach, in dem bei der Auseinandersetzung mit den genannten Inhalten das moralisch-ethische Argumentieren gelernt und angewendet werden soll, z.B. durch die Erarbeitung von Grundbegriffen, Gedankenexperimenten, Perspektivenwechsel, Beschreibung und Bewertung ethischer Fälle, Vertreten eines ethischen Standpunktes.